Steuerreformen
Im Rahmen von Steuerreformen sinken zwischen 1998 und 2005 die Einkommensteuer und die für Unternehmen relevante Körperschaftsteuer in mehreren Schritten.

Die Steuerpolitik in der Kanzlerschaft Gerhard Schröders verfolgte im wesentlichen zwei Reformansätze. Zum einen wurde mit einer ökologischen Steuerreform der Verbrauch von fossilen Energieträgern stärker besteuert. Die eingenommenen Mittel dienten dazu, die Sozialversicherungsbeiträge zu senken und dadurch neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zum anderen entlasteten weitreichende Steuerreformen Arbeitnehmer und Unternehmen. Die Einkommenssteuer sank in mehreren Stufen, der Eingangssteuersatz von 25,9 auf 15 Prozent, der Spitzensteuersatz von 53 auf 42 Prozent. Es handelte sich um die größte steuerliche Entlastung in der bundesdeutschen Geschichte. Die Unternehmenssteuern wurden gesenkt, um die Verlagerung von Standorten und Arbeitsplätze ins Ausland zu stoppen und die in Deutschland traditionell starke mittelständische Wirtschaft zu stärken. So sank der Körperschaftsteuersatz von 40 auf 25 Prozent und kleinere Unternehmen wurden von der Gewerbesteuer entlastet. Eine Gemeindefinanzreform im Jahr 2004 stärkte die Finanzkraft der Gemeinden, damit kommunale Aufgaben besser zu bewerkstelligen sind.