Erwerbstätigkeit von älteren Menschen
Durch die Renten- und Arbeitsmarktreformen gelingt es immer mehr älteren Menschen eine Arbeit zu finden. Der Anteil der Erwerbstätigen im Alter zwischen 55 und 64 Jahren steigt deutlich an.

Um die Sozialsysteme vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zukunftssicher und bezahlbar zu halten, reformierte die Bundesregierung die Rentenversicherung und die Gesundheitsversicherung in mehreren Schritten. Als weitere Säule neben der gesetzlichen und der betrieblichen Altersversorgung trat eine staatlich geförderte private Rente (im Jahr 2001 die „Riester-Rente“ und im Jahr 2005 die „Rürup-Rente“). Das Rentenniveau wurde im Jahr 2004 durch einen Nachhaltigkeitsfaktor neu justiert, der die Entwicklung der gesetzlichen Renten an das Verhältnis von Rentnern zu Beitragszahlern koppelt. Das System der betrieblichen Altersversorgung wurde ausgebaut und die Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vorbereitet und im Jahr 2008 beschlossen. Durch die Reformen konnten die Kosten der gesetzlichen Rentenversicherung, trotz der Alterung der Gesellschaft, stabilisiert und für eine längere Perspektive bezahlbar gehalten werden. Im Gesundheitswesen dämpften zwei Reformen – im Jahr 2000 und im Jahr 2004 – durch stärkere Eigenbeteiligung der Beitragszahler und durch Leistungseinschränkungen die Kostensteigerungen. Durch die Reformen der Sozialversicherungen konnten die Beiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gesenkt werden, was positive Auswirkungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen durch eine höhere Wettbewerbsfähigkeit hatte.