Anschlag auf das World Trade Center in New York
Nach den Terroranschläge des 11. September 2001 rückt der Kampf gegen den internationalen Terrorismus in den Mittelpunkt der Weltpolitik. Deutschland beteiligt sich am internationalen Einsatz in Afghanistan (Foto: DPA).

Am 11. September 2001 (Nine Eleven) verübte das Terrornetzwerk Al-Qaida Anschläge in den USA, bei denen rund 3.000 Menschen ums Leben kamen. Die Terrorattacken bedeuteten eine Zäsur in der internationalen Politik, mit der der Kampf gegen den internationalen Terrorismus in den Mittelpunkt rückte. Erstmals in der Geschichte der NATO wurde der Bündnisfall ausgerufen, der den militärischen Beistand aller Mitglieder einforderte. Gerhard Schröder sagte den USA die “uneingeschränkte Solidarität” zu, ergänzte allerdings auch, dass Deutschland nicht für Abenteuer zur Verfügung stünde. Am 7. Oktober 2001 begann eine Intervention in Afghanistan, um das Taliban-Regime zu stürzen und Al-Qaida zu bekämpfen. Deutschland beteiligte sich an dem von den Vereinten Nationen beschlossenen Kampf gegen den internationalen Terrorismus. Gerhard Schröder setzte den Einsatz der Bundeswehr durch, indem er die Abstimmung mit einer Vertrauensfrage im Bundestag verband. Als Gastgeber der ersten Afghanistan-Konferenz in Bonn im Jahr 2001 startete Deutschland eine Initiative, die zur Bildung einer afghanischen Übergangsregierung und zu einer internationalen Unterstützung des Wiederaufbaus des Landes führte. In Afghanistan wurde eine internationale Schutztruppe (ISAF) stationiert, an der sich die Bundeswehr beteiligte. Damit begann ein langfristiger militärischer Einsatz der Bundeswehr, der im Jahr 2014 endet.

Weitere Informationen: Regierungserklärung von  Gerhard Schröder zu den Terroranschlägen am 19. September 2001