Bundeskanzler Schröder betrachtet 2005 in Bosnien-Herzegowina während eines Besuchs des Feldlagers der Bundeswehr beschlagnahmte Waffen (Foto: Bundespresseamt/Guido Bergmann)..

Bundeskanzler Schröder betrachtet 2005 in Bosnien-Herzegowina während eines Besuchs des Feldlagers der Bundeswehr beschlagnahmte Waffen (Foto: Bundespresseamt/Guido Bergmann).Die deutsche Außenpolitik während der Kanzlerschaft Gerhard Schröders stand für die friedliche und multilaterale Lösung internationaler Konflikte sowie eine Stärkung der Vereinten Nationen, des Völkerrechts und der Menschenrechte. Erstmals wurde im Bundestag ein Ausschuss für Menschenrechte eingerichtet, das Deutsche Institut für Menschenrechte gegründet, die Stelle des Menschenrechtsbeauftragten im Auswärtigen Amt geschaffen und ein Nationaler Aktionsplan “Menschenrechte” vorgelegt. Auf internationaler Ebene engagierte sich die Bundesregierung für eine Reform der Vereinten Nationen, um eine ausgewogenere Repräsentation der Staaten, vor allem der Entwicklungsländer, zu erreichen, trat für die konsequente Verfolgung von Völkerrechtsverbrechen ein und unterstützte die Gründung des Internationalen Strafgerichtshof. Deutschland zeigte sich auch bereit, zum Schutz der Menschenrechte militärisch zu intervenieren, wie im Kosovo 1999. In bilateralen Beziehungen wurden institutionelle Einflussmöglichkeiten geschaffen, um rechtsstaatliches Denken und Handeln zu stärken, zum Beispiel wurde mit China 1999 ein Rechtsstaatsdialog begonnen.