Nachhaltige und faire Globalisierung
Bundeskanzler Schröder mit UN-Generalsekretär Kofi Annan im Jahr 2000. Deutschland setzte sich während seiner Kanzlerschaft für eine Reform der Vereinten Nationen und eine stärkere Beteiligung der Schwellen- und Entwicklungsländer ein (Foto: Marco Urban).

Deutschland unterstützte während der Kanzlerschaft Gerhard Schröders eine Stärkung der Vereinten Nationen , damit globale Herausforderungen multilateral gelöst werden können. Auf dem UN-Millenniumsgipfel im Jahr 2000 verpflichtete sich Deutschland, einen größeren Beitrag zur weltweiten Bekämpfung von Armut, Hunger und Umweltzerstörung zu leisten. Daher initiierte Deutschland einen EU-Stufenplan, um die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen und startete im Jahr 1999 auf dem Kölner G8-Gipfel ein internationales Programm, mit dem mehr als 30 der ärmsten Länder der Welt entschuldet wurden. Die dadurch frei gewordenen Mittel wurden in die Sozial- und Bildungspolitik der ärmsten Länder investiert. Mit der Konferenz „Renewables“ in Bonn im Jahr 2004 wurde der internationale Ausbau der Erneuerbaren Energien forciert, um den Klimaschutz zu stärken. Auch setzte sich Deutschland für einen fairen Zugang der Entwicklungsländer zu den Weltmärkten und eine Reform der Weltbank und des IWF ein, damit diese zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung beitragen sollten. Gerhard Schröder trat dabei für die verstärkte Einbindung von Entwicklungsländern und aufstrebender Staaten ein.

Weitere Informationen: Rede von Gerhard Schröder vor den Vereinten Nationen am 6. September 2000